5 Gründe, warum du es noch nicht geschafft hast von den Süßigkeiten los zu kommen

Jeden Tag nimmst du dir vor, endlich weniger Schokolade und Süßigkeiten zu essen?

Und jeden Tag scheiterst du aufs Neue?

Du bist frustriert, enttäuscht von dir selbst und verzweifelt? Du hast echt keine Idee, was du noch versuchen kannst?

Ich beschäftige mich jetzt seit mittlerweile fast 9 Jahren mit der Psychologie des Abnehmens und mit den Gründen, die hinter der „Zuckersucht“ stecken. Im Laufe der Jahre haben sich für mich vor allem 5 Hauptgründe herauskristallisierst, warum es vielen von uns so schwer fällt von den Süßigkeiten los zu kommen:

1️. Du hast Blutzuckerschwankungen

Wenn wir bei einer Mahlzeit zu viele Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß essen (z.B. zum Frühstück ein Marmeladebrot oder ein Müsli mit vielen Flocken und viel Obst), dann kann es sein, dass unser Blutzucker recht stark ansteigt – höher als es dem Körper lieb ist. Weil zu viel Zucker im Blut schädlich für den Körper ist, schüttet er in der Panik recht viel Insulin aus, um den Blutzucker wieder zu senken. Leider passiert es dann oft, dass der Blutzucker zu tief sinkt. Ein zu niedriger Blutzucker ist für den Körper auch sehr problematisch – im allerschlimmsten Fall könnten wir in ein Koma fallen. Daher signalisiert der Körper dann wiederum ein sehr starkes Verlangen nach Zucker, damit der Blutzucker schnell wieder ansteigt. Wir bekommen also eine unbändige Lust auf Schokolade oder andere Süßigkeiten, gegen die wir mit Willenskraft kaum eine Chance haben. Der Blutzucker steigt wieder an und das ganze Spiel geht von vorne los. Wir fahren also auf der Achterbahn auf und ab und auf und ab. 🎢

Was kann man da tun?
Darauf achten, nicht zu viele Kohlenhydrate und ausreichend Eiweiß bei den Mahlzeiten zu essen. Das hilft Blutzuckerschwankungen vorzubeugen und der körperliche Heißhunger wird dadurch abgestellt.

2️. Du brauchst Süßigkeiten um mit Stress umzugehen

Ich bin mir sicher, es ging dir auch schon oft so, dass du an besonders stressigen Tagen, abends über die Tafel Schokolade hergefallen bist.

Ich verrate dir etwas: Dass durch Stress die Lust auf Süßigkeiten so groß wird, dass du nicht widerstehen kannst, ist – genau wie das Verlangen bei einem zu niedrigen Blutzucker – eine natürliche Strategie des Körpers um Stresshormone abzubauen. Du hast also nicht zu wenig Willenskraft oder Disziplin. Und du bist kein Versager.

Die Stressverarbeitung läuft über unseren Vagus-Nerv. Er ist dafür zuständig vom Stress-Modus in den Entspannungs-Modus zu schalten. Bei manchen Menschen ist er sehr sensibel und schaltet er sehr schnell in den Stress-Modus oder bleibt sehr leicht im Stress-Modus stecken. Wenn das der Fall ist, helfen Zucker und Kohlenhydrate beim Umschalten und Entspannen. Auch wenn du dir vorgenommen hast, eigentlich keine Süßigkeiten zu essen, schaltet dann einfach dein Verstand und deine Willenskraft aus und dein Körper verlangt nach Schokolade, Chips oder Nudeln. Du kannst also dann gar nicht anders. Und trotzdem ärgerst du dich dann natürlich, weil du scheinbar wieder zu wenig Disziplin hattest und es nicht geschafft hast zu widerstehen.

Was kannst du tun?
Um Stress-Essen abzustellen liegt der Schlüssel darin zu lernen wie du Stress regulieren und dem Vagus-Nerv beim Umschalten helfen kannst. Damit kannst du einerseits akuten Stress abbauen und andererseits insgesamt gelassener und entspannter werden, damit dein Körper gar nicht mehr so sensibel auf Stress reagiert.

3️. Du isst Süßigkeiten um starke negative Gefühle „herunter zu schlucken“

Du ärgerst dich, bist wütend, traurig oder einsam und dann kannst du einfach nicht anders und musst dich mit einem Schokoriegel beruhigen oder trösten?

Es ist als würde dein Verstand aussetzen und erst nach dem der Schokoriegel verspeist ist wieder einsetzen?

Fast alle meiner Klientinnen erleben das.

Und es lässt sich auch leicht erklären.

Du musst dir das so vorstellen: eigentlich hast du nicht nur 1 Gehirn, sondern 4 verschiedene. Im Laufe unserer Evolution hat unser Gehirn sozusagen immer wieder mal ein Add-On bekommen.

Unser neuestes Gehirn ist unsere Großhirnrinde – das ist der Ort, wo unser VERSTAND sitzt. Mit diesem Gehirn kannst du dir zum Beispiel vornehmen keine Süßigkeiten mehr zu essen.

Das Problem: Unsere GEFÜHLE sitzen in den drei anderen Gehirnen.

Wenn wir zu starke negative Gefühle erleben, dann schaltet unser Verstandes-Hirn aus und die anderen Gehirne werden aktiv.

Das passiert vor allem dann, wenn wir im Laufe unseres Lebens in Situationen geraten (vor allem als Kinder), in denen wir von unseren Gefühlen überwältigt wurden und keine geeigneten Strategien hatten um damit umzugehen. Dann reagieren die Gefühlshirne sehr sensibel auf Situationen, die den schwierigen Situation von damals ähnlich sind und machen immer wieder diese starken Emotionen.

Und was hilft gegen starke negative Emotionen? Zucker! Denn er uns starke positive Gefühle.

Was kann man da tun?
Im Coaching helfe ich meinen Klientinnen mit psychologischen Methoden dabei diese starken Gefühle abzuschwächen. Wenn die Gefühls-Gehirne nicht mehr so stark reagieren, ist es viiiiel leichter, dass das Verstandes-Gehirn auch noch ein Wörtchen mitreden darf. 😉  Und dann fällt es leichter auch in emotionalen Situationen auf Süßigkeiten zu verzichten.

4️. Du verbietest sie dir zu stark – das macht das Verlangen stärker.

Wie schafft man es am besten auf Süßigkeiten zu verzichten?

1️⃣ Indem man sie sich nur an bestimmten Tagen erlaubt (zum Beispiel am Samstag) oder

2️⃣ indem man sie sich immer erlaubt (hier steckt die Annahme dahinter, dass das Verlangen nur deshalb so groß ist, weil man es sich verbietet).

In dieser Frage sind sich die Experten nicht so ganz einig. Manche empfehlen das eine, manche das andere.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das individuell sehr unterschiedlich ist und von verschiedenen Faktoren abhängt:

  • von der Persönlichkeit der Menschen (lieben sie mehr die Freiheit und fühlen sich schnell eingeschränkt oder fühlen sie sich mit Regeln und Strukturen wohler)
  • von Glaubenssätzen und Denkweisen
  • von Erfahrungen, die sie mit Diäten gemacht haben
  • von den Gefühlen, die bei ihnen mit Diäten, dem Abnehmen, ihrer Figur etc. zusammenhängen

Ich schaue mir im Coaching diese Faktoren daher immer gemeinsam mit meinen Klientinnen an und dann erarbeiten wir einen Weg, der für sie persönlich passt.

5️. Du ignorierst bestimmte Bedürfnisse und kompensierst das mit Süßigkeiten

Gefühle sind dazu da, um uns auf bestimmte Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Negative Gefühle zeigen uns somit, dass uns etwas fehlt. Wenn wir also nicht genug darauf achten unsere Bedürfnisse zu erfüllen, dann kann das zu negativen Emotionen führen, die wir dann häufig mit Zucker bekämpfen.

Wie kann man das ändern?

💛  Das Gefühl wahrnehmen.

💛  Das Gefühl benennen.

💛  Überlegen: Welches Bedürfnis steckt hinter meinem Gefühl?

💛  Überlegen: Wie kann ich das Bedürfnis anders befriedigen?

Wenn dir das schwer fällt, dann kann das zwei Gründe haben:

1) Du hast dich in deinem Leben noch zu wenig mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen beschäftigt oder bist ständig nur am Funktionieren und hast dadurch verlernt auf deine Gefühle und Bedürfnisse zu hören.

2) Deine Gefühle sind so stark, weil es sich um alte, emotionale Belastungen handelt (dann passiert das, was ich unter Punkt 3 beschrieben habe). Dann helfen psychologische Methoden diese Gefühle aufzuarbeiten und abzuschwächen.

Hast du dich in einem oder mehreren der Gründe wieder gefunden? Möchtest du endlich frei sein von den Süßigkeiten, nicht immer das Gefühl haben das Verlangen nicht unter Kontrolle zu haben und dich endlich wohl fühlen mit dir und deinem Körper? Dann buch dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch – da können wir gemeinsam besprechen, wo deine Herausforderungen liegen und wie ich dich auf deinem Web bestmöglich begleiten und unterstützen kann. Ich freu mich auf dich!

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