Wie bunte Tisch-Sets das Ess-Teufelchen auf deiner Schulter besänftigen können

Vor Kurzem war ich bei Ikea. Nein nicht, um neue Deko für meine Wohnung zu kaufen (obwohl die natürlich auch ungefragt in meinen Einkaufswagen gehüpft ist), sondern wegen bunten Tischsets fürs Coaching.

Was? Tischsets fürs Coaching? 🤔

Ja genau!

Die sind aber NICHT dazu da um im Coaching schön nen Tisch zu decken.

Sondern sie können helfen diese ständige Diskussionen in deinem Kopf abzustellen, die sich darum drehen, ob du den Schoko-Riegel jetzt essen sollst oder nicht.

Denn wenn es dir wie den meisten meiner Klientinnen geht, dann sieht das vermutlich so aus:

Engelchen: “Heute bleiben wir stark und essen keinen Zucker. Wir wollen ja abnehmen”.

Genau! Denkst du dir.

Eine halbe Stunde später kommt die Kollegin bei der Tür herein und hat einen herrlichen Kuchen im Gepäck.

Ein hervorragender Anlass für das Teufelchen das Ruder an sich zu reißen und zu flüstern: “Boah, sieh mal wie lecker der aussieht, so schokoladig und saftig. Und die Creme dazwischen…mhmmm…. Das ist doch eine einmalige Gelegenheit, die solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Abnehmen kannst du morgen auch noch.”

Je nach Stress oder Gefühslage zieht sich diese Diskussion wahrscheinlich mal etwas länger und mal kürzer hin und manchmal gewinnt auch das Engelchen, aber ich schätze mal, dass sich das Teufelchen meist durchsetzt.

Hab ich Recht?

Wusste ich es doch!

Mir ging es ja lange Zeit nicht anders. Und ich weiß, wie anstrengend das sein kann, ständig diese Diskussionen im Kopf zu führen und wie frustrierend das ist, wenn man ständig das Gefühl hat nicht genügend Willenskraft und Disziplin zu haben, um den Süßigkeiten zu widerstehen oder frisch zu kochen.

Aber wenn du mich schon eine Weile kennst, dann weißt du auch, dass mich das so gewurmt hat, dass ich nach den psychologischen Ursachen dafür gesucht habe.

Eine dieser psychologischen Erklärungen nennt man in der Fachsprache “Teilekonflikt”. Es geht also quasi um den Konflikt zwischen diesen zwei Teilen in dir – dem Engelchen und dem Teufelchen.

In der Psychologie geht man davon aus, dass wir uns am wohlsten fühlen und unsere Ziele am besten erreichen, wenn wir eben nicht so in einzelne Teile zerrissen, sondern ein großes Ganzes sind. Dann wissen wir nämlich genau, was wir wann wollen und ok finden und die Diskussionen im Kopf hören auf.

Wie kann man das erreichen und was hat das alles eigentlich mit den Tischsets zu tun?

Unsere Teile wollen immer nur das Beste für uns. Auch das Teufelchen will dir eigentlich immer etwas Gutes tun und hat dafür ganz bestimmte Gründe. Oft ist es klar, was die Gründe sind. Dann kann man sich überlegen, wie man das dahinterliegende Bedürfnis anders stillen könnte. Und das Problem löst sich.

Manchmal sind uns die Gründe und Ziele der Teile aber auch gar nicht so richtig bewusst (oder wir glauben etwas anderes als es tatsächlich ist). Dann helfen verschiedene psychologische Methoden dabei die dahinterliegenden Ziele wirklich zu verstehen.

Wie macht man das?

Eine Möglichkeit ist es die Tischsets als Symbol für die unterschiedlichen Teile zu verwenden: Ein Tischset für das Teufelchen, eines für das Engelchen und eines für dich selbst. Wenn man sie auf den Boden legt und sich auf eines der Tischsets stellt, sorgt unser Unbewusstes dafür, dass wir uns in den jeweiligen Teil hineinversetzen können und die Ziele werden bewusst.

Ich weiß, das klingt vielleicht ein bisschen schräg. Aber du glaubst gar nicht, was ich damit schon für spannende Erkenntnisse mit Klientinnen hatte und wie sehr ihnen das geholfen hat.

Hier sind zwei Beispiele:

Vor Kurzem hatte ich zum Beispiel eine Klientin, die erzählte, dass sie beim Essen mit der Familie irgendwie immer das Gefühl hat nicht genug zu bekommen und deshalb viel schneller und viel mehr isst als nötig. Es hat sich dann herausgestellt, dass ihre Mutter eine Zeit lang zu wenig Milch hatte und sie daher als Baby nicht genug bekam. Die Angst zu verhungern hat sie daher durch ihr Leben begleitet und dazu geführt, dass sie ständig zu viel gegessen hat.

Eine andere Klientin konnte in schwierigen Situationen im Büro die Finger einfach nicht von den Süßigkeiten lassen. Durch die Teilearbeit haben wir herausgefunden, dass die Schokolade ihr Gefühle von Sicherheit und Geborgenheit gibt. Ihre Eltern waren sehr streng und nicht sehr liebevoll, bei ihren Großeltern hat sie sich jedoch immer sicher und geborgen gefühlt und von ihnen bekam sie immer besondere Süßigkeiten.

Es gibt noch viele andere Beispiele, die ich aufzählen könnte und viele weitere Möglichkeiten wofür man diese Sets im Coaching verwenden kann. Langweilig wird es bei mir jedenfalls nie – egal ob mit oder ohne Set. 😀

Was heißt das jetzt für dich?

Wenn du immer wieder in Situationen landest, in denen du etwas isst, das du nicht wolltest (oder in denen du einfach zu viel isst) oder du eben genau diese Diskussionen im Kopf hast, dann frag dich doch mal welcher Teil in dir das gerade möchte (die müssen bei dir übrigens auch nicht zwingend wie Engelchen und Teufelchen aussehen – die können auch eine ganz andere Gestalt haben). Und dann frag dich (bzw. den Teil), was die Absicht dahinter ist und welches Ziel er verfolgt.

Du bekommst eine Antwort?

Hervorragend! Dann überlege dir, wie du das Ziel des Teils anders erreichen könntest.

Du bekommst keine Antwort oder das alternative Verhalten funktioniert nicht?

Komm ins Coaching! Dann braucht es ganz einfach die Interaktion mit einem Coach und gezielte Methoden. Ich coache übrigens auch online über Zoom (dafür gibt es dann natürlich andere Methoden als die mit den Tischsets. 😉)

Hier (*klick*) kannst du dir einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch aussuchen, dann können wir gemeinsam herausfinden, was es bei dir braucht und wie ich dir helfen kann.

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